Achtung, Baustelle Bildung!

Donnerstag, 28.04.2022, vor dem Life-Saver-Brunnen...

Achtung, Baustelle Bildung!

Foto: Nils Hammelrath

Um im Landtagswahlkampf auf wichtige Anliegen aufmerksam machen zu können, gab es eine gut vorbereite Kampagne des Landesverbands.
Diese konnte mit etwas Arbeitsaufwand für eine eindrucksvolle Duisburger Aktion abgewandelt werden. Also schickten wir frühzeitig Einladungen an Landes-/Ratspolitiker*innen und die Medien.

Es waren dann neben Angelika Wagner vom DGB Niederrhein acht rot-grüne Politiker*innen da, die Mitglied im Landtag oder Rat der Stadt sind oder es werden wollen. Schwarz-gelbe Politiker*innen war ihre eigene Bildungspolitik scheinbar so peinlich, dass sie weder teilnahmen noch absagten.

Vor Ort haben wir dann vor allem auf die zwei „schwersten“ oder auch „kaputtesten“ Bausteine aufmerksam gemacht: Den Lehrkräftemangel und den Sanierungs-/ Neubaubedarf.

Es fehlen dauerhaft deutlich über 200 Lehrkräfte in Duisburg, vor allem an Grund- und Förderschulen.
Das Land hat dadurch seit Anfang 2018 mindestens 40 Millionen Euro Personalkosten nicht verausgaben müssen – zu Lasten der Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen und auf den Schultern überlasteter Lehrkräfte.
An den Duisburger Grundschulen konnten zum 1.5.2022 knapp 70 Stellen nicht besetzt werden, zum neuen Schuljahr drohen 100 Stellen leerzulaufen.
Hier braucht es endlich ein Aussetzen der schulscharfen Ausschreibungen und zentral gesteuerte Listenverfahren, orientiert an größten Bedarfen und Sozialindex!
Im Sinne von „gleiches Geld für gleiche Arbeit“ und als wertschätzend-gerechte Maßnahme muss A13Z/E13 schleunigst für alle Lehrkräfte kommen!

Noch ein weiterer wichtiger Baustein: Sanierungen und Neubauten!
Hier hinkt Duisburg dem Standard anderer Kommunen abgeschlagen hinterher. Selbst die Stadt Gelsenkirchen, eine der wenigen Städte in NRW, die noch ärmer ist als Duisburg, baut neue Schulen.
Dafür braucht es endlich ein Umdenken bei den Verantwortlichen hier in Duisburg, aber auch eine angemessene Ertüchtigung seitens des Landes.

Um Neubauten angemessen einplanen zu können und statt immer wiederkehrendes Fördertopf-Strohfeuer anzuzünden, muss die Finanzierung reformiert werden.

Die anwesenden Politiker*innen signalisierten Unterstützung zu unseren Forderungen im zukünftigen Landtag.
Mögen sie sich auch in Koalitionen daran erinnern...