#gewhilft: Studieren und Corona in 2021

Studieren in Corona-Zeiten – Was gibt es zu beachten und welche Unterstützung gibt es? Wissenswertes auf einen Blick

Finanzierung, Mitbestimmung und digitale Lehre sind nur einige Schlagworte, die für Studierende derzeit wichtig sind. Die GEW NRW gibt Antworten auf jetzt aufkommende Fragen.
#gewhilft: Studieren und Corona in 2021

Foto: Rawpixel/Fotolia

Seit April 2020 ringen viele Studierende, aber auch Dozierende, um ihren Lebensunterhalt und ein halbwegs sinnvolles Studium. Inzwischen wurden zwar viele Entscheidungen getroffen, allerdings wurde vielerorts ein möglichst reibungsloser und betrugssicherer Ablauf von Prüfungen unter den gegebenen Bedingungen in den Blick genommen. Die soziale Lage der Hochschulmitglieder, gute Lehre oder gar vorausschauende Überlegungen für die schrittweise Wiederaufnahme des Präsenzbetriebes zu gegebener Zeit waren bislang vielerorts sekundär. Viele Fragen sind nach wie vor offen. Wir haben im Folgenden den aktuellen Stand der Debatte zusammengefasst und werden ihn fortlaufend aktualisieren. Außerdem beziehen wir Position und zeigen auf, worauf es aus unserer Sicht derzeit ankommt und wie Studierende selbst dafür aktiv werden können, dass die Krise im Sinne der Studierenden und Beschäftigten beantwortet wird.

Wenn du konkrete Fragen zu deiner Situation oder den möglichen Hilfsangeboten hast, kannst du dich jederzeit bei uns melden.

Stand: 03. Juni 2020

Lebensunterhalt

Organisation des Studiums

Mitbestimmung und demokratische Hochschule

Worauf kommt es jetzt an?

Im Kern der Debatte stehen jetzt drei Fragen, die auch sonst strittig sind: Sind harte Regeln für Prüfungen, Abgabefristen etc. unumgänglich, damit der Laden läuft? Oder versperren sie den Blick aufs Wesentliche, sind schädliche Drangsale, die individuell passenden Lösungen im Wege stehen? Ist es Studierenden, die vergleichsweise selten zur Risikogruppe gehören, zumutbar, dass sie für sich selbst sorgen, oder braucht es eine staatliche Studienfinanzierung, damit die Krise Bildungserfolg nicht noch mehr von der Herkunft abhängig macht? Ist die Krise die „Stunde der Exekutive“, in der starke Führungspersönlichkeiten in Ministerien, Präsidien und Rektoraten Ansagen machen müssen, oder zeigt sich gerade jetzt, wie ernst es mit der Demokratie gemeint ist und dass wirklich gute Lösungen nur mit echter Mitbestimmung zu Stande kommen?

In dieser Debatte positioniert sich die GEW klar für eine demokratische und solidarische Lösung. Die Krise darf nicht zum Nachteil der Beschäftigten, Studierenden oder der Mitbestimmung ausgelegt werden! Wir rufen alle auf, sich an den laufenden Bündniskampagnen zu beteiligen:

In einem gemeinsamen 10-Punkte-Positionspapier der GEW Studierendenorganisationen haben wir unsere Forderungen weiter ausgearbeitet.

Nina Krüger, Stefan Brackertz und Marcus Boxler, Landesausschuss der Studierenden der GEW NRW