Personalratswahl 2016: Das erste Mal für neue Schulformen

Personalrat für Sekundar-, Gemeinschafts- und PRIMUS-Schulen

Im Juni 2016, zum Ende des laufenden Schuljahres, finden in ganz NRW Neuwahlen zu den Personalräten statt. Es sind die ersten Personalratswahlen, bei denen auch die Kolleg*innen an Sekundar-, Gemeinschafts- und PRIMUS-Schulen ihre Vertreter*innen wählen. Aber wie?
Personalratswahl 2016: Das erste Mal für neue Schulformen

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Sekundar-, Gemeinschafts- und PRIMUS-Schulen sind in der Zwischenzeit den Personalräten für Gesamtschulen zugeordnet worden.

Ein Personalrat für alle

Die vier Schulformen bilden also sowohl bei den Bezirksregierungen als auch beim Ministerium für Schule und Weiterbildung, wo der Hauptpersonalrat angesiedelt ist, gemeinsame Personalräte. Ihre genaue Bezeichnung: Personalräte für Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen, Sekundarschulen und PRIMUS-Schulen. Das bedeutet, dass dieser Personalrat die Interessen von Kolleg*innen an zurzeit 443 Schulen des längeren gemeinsamen Lernens vertritt darunter 314 Gesamtschulen und 114 Sekundarschulen. Für die GEW NRW ist es wichtig, auch in den neuen Schulformen präsent zu sein und als starke und kompetente Personalvertretung wahrgenommen zu werden eine besondere Herausforderung, denn rund die Hälfte der Schulen befindet sich derzeit noch im Aufbau.

Wie wird gewählt?

Die GEW-Kandidat*innen für den Personalrat für Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen, Sekundarschulen und PRIMUS-Schulen werden bereits im Herbst 2015 von den zuständigen GEW-Gremien gewählt. Das sind die gemeinsamen Bezirks- und Landesdelegiertenversammlungen der Fachgruppe Gesamtschule und der Fachgruppe Sekundarschule. Für die Wahl der KandidatInnen haben beide Fachgruppen in Absprache mit dem Landesvorstand folgende Regelung vereinbart:

  • In allen fünf Regierungsbezirken bilden Gesamt-, Gemeinschafts-, Sekundar- und PRIMUS-Schulen eine gemeinsame Bezirksdelegiertenversammlung. Diese fünf Versammlungen setzen sich aus den Delegierten der Schulen / Betriebsgruppen zusammen.
  • In diesem Jahr werden auch die Delegierten der Schulen / Betriebsgruppen für die nächste dreijährige Amtszeit neu gewählt.

Dabei hat jede Schule / Betriebsgruppe ein Grundmandat. Hat eine Schule mehr als 20 GEW-Mitglieder, erhöht sich die Anzahl der Delegierten-Mandate pro angefangene 20 Mitglieder um ein weiteres Mandat. Die Versammlungen sind gewerkschaftsöffentlich und jedes GEW-Mitglied ist herzlich willkommen. Die Zahl der stimmberechtigten Mandate einer Schule erhöht sich dadurch jedoch nicht.

  • Jede Bezirksdelegiertenversammlung stellt eine Liste zur Personalratswahl 2016 auf, auf der die Kandidat*innen alle durch diese Personalräte vertretenen Schulformen gut repräsentieren und die den Kriterien zur Listenaufstellung der GEW NRW entspricht.
  • Außerdem werden 2015 auf jeder Bezirksdelegiertenversammlung Delegierte für die Landesdelegiertenversammlung für drei Jahre neu gewählt. Auf der Landesdelegiertenversammlung wird der Vorschlag für die GEW-Liste für den gemeinsamen Hauptpersonalrat erstellt.
  • Die Zahl der Delegierten wird vom Landesfachgruppenausschuss festgelegt. Bisher sind die Mandate wie folgt auf die Regierungsbezirke verteilt: Arnsberg: 13, Detmold: 7, Düsseldorf: 20, Köln: 14, Münster: 8, Leitungsteam: 3. Die Delegierten der Sekundarschulen kommen dazu, erhöhen also die Anzahl der 65 Delegierten der Landesdelegiertenversammlung entsprechend.
  • Die GEW-Mitgliederzahl einer Schule / Betriebsgruppe kann bei der Fachgruppe Gesamtschule oder der Untergliederung, in der die Schule liegt, gerne erfragt werden.

Maike Finnern, Heike Böving und Dirk Trombern // In: nds 9-2015